Filler und Füllmaterialien zur Faltenunterspritzung

Die Nachfrage nach sanften Methoden der Hautverschönerung steigt weltweit. Eine der bewährten Methoden zur Hautauffrischung ist die Anwendung sogenannter „Filler“. das sind Füllmaterialien, die zur Faltenbehandlung, Faltenunterspritzung, Lippenverschönerung, Volumenformung und Gesichtskonturierung (Gesichtsmodellage) eingesetzt werden.
Faltenunterspritzung ist eine seit vielen Jahren bewährte Methode der ästhetischen Medizin. ich verwende ganz unterschiedliche Filler, je nach einsatzort. für die Verbesserung von Gesichtsfalten, zur Wangenauffüllung, zur Halsstraffung oder zur Lippenformung, gegen Augenringe, gegen Stirnfalten oder gegen Glabellafalten.
In Europa und speziell Deutschland gibt es auf dem Kosmetikmarklt über 70 verschiedene Fillerprodukte. Zusätzlich zu diesen Fillern kommen weitere Füllmaterialien, die nicht industriell vorgefertigt werden: Eigenfett, Plasmagel, Eigenkollagen usw. Diese werden zur Hautverjüngung eingesetzt.

Welche Arten von Füllmaterialien gibt es?

Durch folgende Kriterien kann man die Filler unterscheiden:
- biologisch abbaubare / biologisch nicht abbaubare Filler
- Filler aus körpereigenem Material / aus Fremdmaterial (syntethisch )
- je nach Haltbarkeit bzw. Dauerhaftigkeit des ästhetischen Effektes
- nach der Art der Inhaltsstoffe

Biologisch abbaubare Filler werden meist innerhalb von mehreren Wochen, spätestens aber nach ca. 12 Monaten von körpereigenen Enzymen abgebaut.Diese Filler werden aus tierischen Produkten oder durch bakterielle Fermentation hergestellt. Es handelt sind im wesentlichen um verschiedenartig bearbeitete und vernetzte Hyaluronsäuren und Kollagene.
Permanente, biologisch nicht abbaubare Füllmaterialien sind immer synthetischer Natur und bergen immer ein erhöhtes Risiko für unerwünschte Nebenwirkungen.
Plasma aus Eigenblut und Eigenfett sind biologische, körpereigene Substanzen, die im Trend stark zunehmen, weil sie den höchsten Sicherheitsstandard bieten.

Wie werden die Kollagene und die Hyaluronsäure abgebaut?
Die quervernetzten Hyaluronsäurefiller werden in zwei Schritten vom Körper zu Wasser und CO2 abgebaut. Der erste Abbauschritt dauert etwa 1 Jahr in der Haut im Bereich der Injektionsstelle: Die sich nach und nach auflösenden Filler sickern ins Gewebeblut und werden von den Kapillarven resorbiert. Sobald die Abbauprodukte aus der Haut in das Blut gelangen, werden sie im 2. Schritt in der Leber vollständig abgebaut. Der Abbauweg läuft in gleicher Weise auch bei anderen, gut gereinigten und quervernetzten Produkten ab.

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